Freitag, 18. April 2008

Licht

Die Jacke ablegen, als legte man die Winterhaut ab. Zwischen bemoosten Stämmen plötzlich der Frühling, hingetupft mit Sonnengelb. Im Wald das Kreuz für die ermordeten Amerikanischen Flieger, die 44 über Schollach mit Fallschirmen abgesprungen sind. Der Baum daneben umwickelt mit Stacheldraht. Auf der Bank über dem Dorf sitzen, als könne man den eigenen Gedanken zusehen, wie sie in der Sonne immer kleiner werden. Sich den Hügel herunterrollen, unten ankommen und wieder sechs Jahre alt sein.

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Anonym hat gesagt…

Wenn du in der Stille ankommst, hörte ich jemanden sagen, ist dort Musik.
Da muss es nicht überraschen, wenn dort auch die Poesie blüht und jeder Weg und jeder Ausblick frisch ist und dich berühren kann.