Donnerstag, 10. April 2008

Motacilla alba



Das Schwarz einer Feder
wie Spuren der Gedanken

Die Bachstelze auf dem rostigen Geländer, von dem der rote Lack abplatzt. Ihre schwarzen und weißen Federn, das ausgewaschene Grün der Wiesen. Gypsy Bird. Das Grau-Grün des Kirchturms, das Schwarzgrün der Tannen. Die Bachstelze legt den Kopf schief und sieht mich an. Die Bachstelze fliegt in wellenförmigen Bewegungen. Ihr Gesang ist selten zu hören. Meist geben Bachstelzen nur einzelne Rufe von sich, darunter ein spitzes „zitit“ oder ein leiseres „tschüp“. Als Kind ging ich gerne auf hölzernen Stelzen, nachts träumte ich davon, über die Baumwipfel davonzufliegen.

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